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Geschrieben von JensR am 10.12.2011 um 23:23:

 

Man muss ja auch schauen, dass es einfach zu integrieren ist in die Fernsteuerungselektronik.
Servo, das über eine Feder zieht oder drückt, ist einfach und billig.

Ansonsten geht auch ne Spule oder einer dieser Zentralverriegelungs-Linearaktoren.

Alu auf PVC hat nen geringen Reibwert, hat aber den Vorteil, dass es bei Nässe nicht zusammenkorrodiert, nicht frisst und keine elektrochemische Korrosion passiert. Evtl. kannst Du Edelstahl und Bremsbelag von ner Fahrrad-Scheibenbremse nehmen? Oder Gummi wie bei Fahrrad-Felgenbremsen.



Geschrieben von crashdown am 10.12.2011 um 23:30:

 

ich hätte schonmal mit kalle drüber gesprochen, eine gfk scheibe zu laminieren, und in das harz dann sand zu geben, damit man was raues hat... sollte dann auf stahl ja einen reiwert haben ähnlich stahl/sandpapier...



Geschrieben von Baggerkalle am 10.12.2011 um 23:36:

 

Halt STOP ich habe das nur so gesagt . Ich bin kein Bremsen Dienst , wer Bremst hat verloren Freude



Geschrieben von JensR am 11.12.2011 um 00:12:

 

Wer vor der Kurve nicht bremst, war auf der Geraden zu langsam.

Zieh doch mal Sandpapier über Stahl - so berauschend ist das nicht.



Geschrieben von Kette1zu8 am 11.12.2011 um 00:17:

 

Die meißte Reibung hat man doch, wenn soviel wie möglich der Bremsflächen sich berühren? Demnach müsste eine geschliffene bzw. geläppte Bremsscheiben-Kombi die besten Resultate erzielen. Wie oben schon im Beitrag geschrieben, in meinen Kettenaufzug sind die Scheiben aus Stahl, ähnlich großer Anlaufscheiben.



Geschrieben von Baggerkalle am 11.12.2011 um 00:17:

 

Ja dann muß der Robert Silicon nehmen Cool aber nicht den von seiner



Geschrieben von JensR am 11.12.2011 um 00:33:

 

Aha.
Also Bremse am besten poliert.
Und ein Gleitlager wäre dann am besten so rau wie möglich...



Geschrieben von Kette1zu8 am 11.12.2011 um 01:12:

 

Nix Aha, das war ein Gedankengang, mit Fragezeichen gekennzeichnet.



Geschrieben von JensR am 11.12.2011 um 03:29:

 

Du brauchst mikroskopische Unebenheiten, sonst sinkt der Reibkoeffizient. Deswegen der Kommentar zum Lager, wo ja genau das das Ziel ist.

Makroskopisch macht es dagegen Sinn, wenn die Reibpartner gut zueinander passen. So wird die Bremsleistung über eine größere Fläche übertragen und damit wird die Fläche nicht so heiß. (Bei den meisten Materialien sinkt der Reibungskoeffizient, wenn sie heiß werden - aber das ist wohl im Funktionsmodellbau eher weniger ein Problem.)
Abgesehen von diesem indirekten Temperatureffekt ist der Reibbeiwert praktisch unabhängig von der Flächenpressung bei metallischen Reibpartnern.

http://www.s163916096.online.de/html/img/pool/287_Techn%20Info%20Bremsen%20T2_de.pdf
Punkt 3.6

Bei Elastomeren sieht das schon anders aus:
http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&ved=0CDUQFjAC&url=http%3A%2F%2Fduepublico.uni-duisburg-essen.de%2Fservlets%2FDerivateServlet%2FDerivate-10373%2F0620%2520Drehmoment%2520Teil%25202.doc&ei=tA7kTrGhNIT68QPs0oCODA&usg=AFQjCNFhDwOjptLWSTzIk3kJqvE7cZO5Sw
Kennt man ja auch von Reifen - viskoelastische Reibung hat sich eigene Gesetze Augenzwinkern



Geschrieben von Kette1zu8 am 11.12.2011 um 10:41:

 

Danke für die links, vor allen der erste! Da wird schnell klar, das meine Theorie gleich in die Tonne gekloppt werden kann.



Geschrieben von crashdown am 11.12.2011 um 11:37:

 

ich kenn das auch nur so, dass es egal ist wie groß die fläche für die bremskraft ist... einzig der verschleiß ist bei einer größeren fläche kleiner...

was wichtig ist, ist der mittlere radius, oder wie genau das genannt wird, je größer der ist, desto größer ist die bremskraft...

wenn ich das noch richtig im kopf habe, meine lehre ist schon 2 jahre her großes Grinsen ist die bremskraft abhängig von:

dem Reibungskoeffizienten
der umfangskraft
dem druck mit dem die Reibpartner zusammen gepresst werden



Geschrieben von Baggerkalle am 11.12.2011 um 11:52:

 

Robert du brauchst keine Bremse großes Grinsen



Geschrieben von crashdown am 11.12.2011 um 12:17:

 

ja, wenn das so ist großes Grinsen



Geschrieben von JensR am 11.12.2011 um 16:29:

 

Genau, Robert, allerdings sind die Bezeichnungen etwas anders, wenn man genau (pingelig) ist

Bremsmoment an der Achse ist abhängig von
Anpresskraft
mittlerer Radius
Reibkoeffizient

Bremskraft (am Radaufstandspunkt) ist abhängig von
Bremsmoment
Reifenradius

Die übertragbare Bremskraft ist dann wieder abhängig von
Reifenaufstandskraft
Reibkoeffizient zwischen Reifen und Straße (der wiederrum von vielen Sachen abhängig ist)



Geschrieben von juwobe am 11.12.2011 um 18:25:

 

Bei aller Begeisterung über die Bremse solltest Du nicht vergessen, dass das Ding dann, wenn nicht gebremst wird, möglichst wenig bremsen sollte, also möglichst wenig Restbremsmoment haben darf.

Das ist z.B. bei Lamellenbremsen in Automatgetrieben ein Problem. Deswegen werden dann teilweise die Lamellen (das sind die Stahlscheiben) getellert (sieht aus wie Tellerfedern). Die Reiblamellen (die haben den Reibbelag ´drauf) sind plan.

Und auch bei unseren 1:1er PKW-Scheibenbremsen ist das ein Riesenthema: Da werden die Bremskolben über die kleinen fitzligen Gummidichtungen, die Rollbälge, zurückgezogen.

Bin auf die Lösung gespannt (meine lautete Bandbremse s.o.).

Viel Erfolg

Jürgen



Geschrieben von crashdown am 11.12.2011 um 18:46:

 

da hast du recht jürgen, da hab ich noch garnicht dran gedacht...

wie funktioniert denn deine bandbremse? so richtig kann ich mir das garnicht vorstellen... kannst du das mal genauer erklären?

Gruß Robert



Geschrieben von hrsmodel am 11.12.2011 um 19:18:

 

Hallo Robert,

hab mal zwei Bremsen von nem Bagger rausgesucht. Die eine ist eine Backenbremse und die andere eine Bandbremse. Nun bleibt es deiner Phantasie überlassen was du daraus machst.

Gruß Helmut



Geschrieben von crashdown am 11.12.2011 um 19:33:

 

die backenbremse sieht gut aus... da wird ja unten von dem stellelement die beläge von der mitte weggedrückt,

aber die bandbremse? da siehts so aus als wenn das band auch immer aufliegt? oder steh ich da grad auf dem schlauch?



Geschrieben von juwobe am 11.12.2011 um 20:12:

 

Zitat:
Original von crashdown
da hast du recht jürgen, da hab ich noch garnicht dran gedacht...

wie funktioniert denn deine bandbremse? so richtig kann ich mir das garnicht vorstellen... kannst du das mal genauer erklären?

Gruß Robert


Das ist mir jetzt ein bischen unangenehm, denn die ist extrem einfach...
Am Getriebeausgang sitzt eine Trommel, um die eine Schnur (Richtschnur von einem Senkblei) 1 1/2mal umläuft. Die Schnur ist an ihrem einen Ende fest mit dem Getriebe verbunden; sie wird am andern Ende über ein Billig-Servo zum Bremsen gespannt. Also ohne Servo-Betätigung schlappert sie lose auf der Trommel - keine Bremskräfte oder Restmomente.

Bei der Bandbremse hängt die Bremskraft vom Umschlingungswinkel ab (wieviel der Trommel wird vom Band umschlungen), da es sich um eine selbstverstärkende Bremse handelt. Wird die ganze Trommel (360 Grad) umschlungen ist die Bremskraft ca. 23 x höher als wenn nur die halbe (180 Grad) Trommel umschlungen wird.
Langer Rede kurzer Sinn: Theoretisch läßt sich mit einem Mini-Servo ein 1:1er Schiffsmotor stoppen....
Nachteil: Klappt so nur ein eine Drehrichtung.

Viel Erfolg!

Jürgen



Geschrieben von crashdown am 11.12.2011 um 20:15:

 

wenn die trommel sich dreht, und das band auf der trommel aufliegt, wird das band ja von der trommel mitgezogen, bis es straff ist...

wenn es nun straff ist, wird die trommel doch auch gebremst, obwohl das seil nicht durch den servo gespannt wird?

Verstehs du wo ich drauf hinaus will?

Gruß Robert


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