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Zum Ende der Seite springen [1:8] Unimog U1300L Hauptgetriebe
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Keilwelle härten und schleifen
tömchen
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So, nun habe ich mir endlich mal die Zeit dazu genommen.

Zunächst die Keilwelle als Rohteil neu angefertigt. Die Passungen für die Kugellager habe ich gleich richtig gemacht, aber den wichtigen Aussendurchmesser, wo die Löcher für die Kugeln sind, habe ich ca. 1/10mm größer gelassen.
Hinten ließ ich noch einen Stutzen zum Einspannen stehen.
Außerdem hatte ich die Hoffnung, daß die Härtetiefe dort noch nicht das Innere erreicht, und ich später noch innen ausdrehen kann, um dem Abtriebsritzel einen Sitz zu geben.

Dann aufheizen auf Hellrot, ab ins Öl.
Auch hier wieder nicht angelassen.
Reinigen ging wieder nur mit Glaskugelstrahlen.

Es heißt, beim Härten verspannt sich das Kristallgefüge und die Teile werden etwas größer. Ich habe die Durchmesser vorher und nachher gemessen, aber da hat sich höchstens ein Hundertstel getan.

Dann Außenschleifen.
Ich habe ein bißchen mit den Geschwindigkeiten experiment, zunächst hatte die Proxxon mit dem 10mm-Schleifstift 8000 U/min und die Drehmaschine 250 U/min. Da gab es so ein Muster aus Rattermarken um die Löcher herum.
Drehmaschine 500 U/min sah besser aus.
Aber am sympathischsten war mir dann ganz langsames Kriechen der Drehmaschine mit unter 50 U/min. Da sah das Schliffbild am glattesten aus und die Anordnung verbog sich auch am wenigsten, denn hier konnte ich mit zwei weiteren Durchgängen auf derselben Einstellung schon ganz gut "ausfeuern".
Habe dann einfach so weit gearbeitet, bis die Schieblehre 12,00mm Durchmesser anzeigte.
Bei den letzten Löchern ganz nah am Bund wars schwierig, das ist ein Konstruktionsfehler von mir, da dürfte gar kein Bund sein, damit man den Schliff über die ganze Länge durchziehen kann. Ich mußte dann mit der Kante des Schleifstifts versuchen, einen leichten Freistich reinzuschleifen.
Das Bild ist leider unscharf, sch..ß Handy.

Die bisherigen gehärteten Zahnräder waren ja noch gut erhalten, aber von mir ungenau gefertigt und unterschiedlich im Innendurchmesser.
Glücklicherweise passte dennoch sogar das mit dem größten Innendurchmesser nur "streng" auf die neue Welle.
Also alle nacheinander eingespannt und innen geschliffen.
Dem Zahnrad, das am Bund anliegt, mußte ich noch eine Fase anschleifen, daß es nicht am Bund klemmt. Der Freistich war wohl doch nicht so erfolgreich.

So, nun ist wieder alles zusammengebaut.
Mit ein bißchen Fett kleben die Kugeln gut in den Löchern und das Zusammenfädeln der gesamten Keilwelle ist nicht mehr so ein Geduldsspiel.
Dennoch kommt mir die Schalterei schön "smooth" vor.

Jetzt habe ich mir ein paar Probefahrten vorgenommen, dann wird wieder zerlegt und der Verschleiß angeschaut, und dann wage ich es, das Getriebe zu lackieren und als fertige Einheit zu betrachten...

Die Bilder:
1. Keilwelle dunkel nach Härten und Glasperlenstrahlen
3. Außenschleifen
4. geschliffen
5. Innenschleifen der Zahnräder

Dateianhänge:
jpg antriebswelle gehärtet.jpg (64 KB, 181 mal heruntergeladen)
jpg aussenschleifen.jpg (120 KB, 185 mal heruntergeladen)
jpg antriebswelle geschliffen.jpg (80 KB, 181 mal heruntergeladen)
jpg innenschleifen.jpg (126,12 KB, 187 mal heruntergeladen)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von tömchen: 21.10.2021 12:15.

21.10.2021 12:13 tömchen ist offline E-Mail an tömchen senden Homepage von tömchen Beiträge von tömchen suchen Nehmen Sie tömchen in Ihre Freundesliste auf
tömchen
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Nach kurzer Funkstille in diesem Thread (hüstel) mal wieder ein bißchen Erlebnisbericht.

Die neue Stange für den Ziehkeil-Knubbel, wie weiter oben beschrieben, wurde ja mit Udos Hilfe aus einem gehärtetem Passtift und einer V2A-Schraube zusammengePUKt.
Das hielt eine ganze Weile, allerdings bin ich auch wirklich kaum mit dem Unimog gefahren.

Letztes Jahr in Weilburg auf dem Sommerfest war es dann wieder mal so weit:
Übermütig fuhr ich am Ende des ersten Fahrtags auf dem angrenzenden Parkplatz ca. 200m Vollgas geradeaus - Fuhre läuft langsam aus und bleibt stehen.
Diagnose: Die Ziehkeilstange ist an der Schweißstelle gebrochen, der Teil mit dem Knubbel hat sich ins Freie verabschiedet, Getriebe im Leerlauf.

Leider sind mir von der anschließenden Analyse und Reparatur zuhause Fotos verloren gegangen.
Deshalb leider weiter in Prosa: Der Bruchstelle sieht man mit der Lupe bzw. mit dem Stereo-Mikroskop (ja, so was tolles habe ich hier in der Arbeit!) an, daß die Eindringtiefe nicht so toll ist.
Mittlerweile bin ich ja mit dem berühmten China-PUK bewaffnet und machte mich mal selbst an die Verbindung. Habe einige Stangen und Gewindestück vorbereitet und nach dem Verschweißen probehalber wieder auseinandergebrochen. Mit der Einstellung "alle Regler nach rechts" konnte ich dann die Eindringtiefe von Udos Lampert-PUK nochmal deutlich übertreffen und das ganze fühlt sich echt fest an.
Dann einen neuen Knubbel drehen und härten und aufkleben (das alte Stück ist irgendwo auf dem Parkplatz in Weilburg).

Und hoffen, daß es dieses Mal wieder ein bißchen länger hält als die vorherigen Male.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von tömchen: 28.01.2025 18:44.

28.01.2025 18:43 tömchen ist offline E-Mail an tömchen senden Homepage von tömchen Beiträge von tömchen suchen Nehmen Sie tömchen in Ihre Freundesliste auf
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Nun zu etwas neuem.

Da ich das Getriebe schon mal in der Hand hatte... dachte ich über eine zentrale Bremse nach.

Mit dem neuen Feature, auch einen Anhänger ziehen zu können, gibt es neue Herausforderungen: Bergauf kann der Motor mal im hohen Gang verhungern. Vor allem, wo der von mir geplante Anhänger richtig schwer werden kann. Dann runterschalten kann ins Auge gehen, wenn der Servo den kleineren Gang nicht reinbekommt. Deshalb der Wunsch nach einer Feststellbremse, die bei Bedarf den Getriebausgang blockiert.

Ein gewisser Platz dafür war vorhanden. Ich habe ihn mit einem kegelförmigen Etwas aufs Zehntel ausgenutzt. Von dem 20° steilen Kegel erhoffe ich mir, trotz beherrschbarer Betätigungskraft eine ordentliche Klemmwirkung zu erzielen.

Die Glocke dreht mit den Zahnrädern, welche die Kraft von den Schaltstufen auf den Abtrieb übertragen, auf einer feststehenden Achse auf Kugellagern.
Der Kegel kann auf dieser festehenden Achse längs vor und zurückrutschen. Durch Federkraft wird er in die Glocke geschoben, mit einer (natürlich leider außermittig sitzenden) M2-Schraube wird er zurückgezogen. Gegen Verdrehen, wenn er bremsen muß und Drehmoment sieht, hilft ein Stift, der in ein Loch greift. Der Kegel hat sowieso ein paar Erleichterungbohrungen, weil er mir so massiv vorkam.
Zurückgezogen beeinträchtigt er die Drehung des Getriebes überhaupt nicht.
Und vorerst bleibt er auch dauerhaft zurückgezogen über eine fest eingedrehte M2-Schraube.

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28.01.2025 19:02 tömchen ist offline E-Mail an tömchen senden Homepage von tömchen Beiträge von tömchen suchen Nehmen Sie tömchen in Ihre Freundesliste auf
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Ein paar neue Bilder, noch keine bahnbrechenden Erkenntnisse bezüglich der Funktion der Feststellbremse.
Das Getriebe ist jetzt wieder zusammengebaut.
Oben muß noch ein Deckel drauf, der fehlt jetzt schon bald 10 Jahre rotes Gesicht
Hab jetzt einen "hübschen" designt und in 3D-Druck in Auftrag gegeben.

À propos hübsch: Auch die Flansche, an denen die Schubrohre zu den Achsen abgehen, waren seit den Zeiten des ersten provisorischen Hauptgetriebes dieselben schnöden Klötze geblieben. Die sind jetzt filigraner, müssen noch gesandstrahlt werden, damit der Lack später hält.

Bilder:

Zwei Ansichten vom Getriebe

Eine Stirnansicht mit den ganzen Betätigungsstangen. Numerierte Pfeile:
1 Betätigung Ziehlkeil
2 Betätigung Vorgelege
3 Feststellbremse (momentan nur eine M2 Schraube auf Abstandsrolle, um die Bremse dauerhaft offen zu halten)
4 Allrad

Und ein Vergleich mit dem ersten provisorischen Hauptgetriebe, vor allem wegen der Schubrohr-Klötze.

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02.02.2025 17:10 tömchen ist offline E-Mail an tömchen senden Homepage von tömchen Beiträge von tömchen suchen Nehmen Sie tömchen in Ihre Freundesliste auf
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